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Der weiße Stock -
eine kurze Hintergrundinformation
Der weiße Stock, der auch als Blindenstock bezeichnet wird, ist ein sehr häufig genutztes Hilfsmittel von blinden Personen. Er dient als Mobilitätshilfe und ist gleichzeitig ein Verkehrsschutzmittel. Trotz des internationalen Tages des weißen Stockes, der 1969 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und auf den 15. Oktober festgelegt wurde, ist die Geschichte des weißen Stockes vielen Menschen leider unbekannt.
Bereits am 15.10.1964 übergab der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson im Rahmen eines symbolischen Akts weiße Stöcke an blinde Personen, um auf den Beginn der systematischen Ausbildung blinder Menschen im Mobilitätstraining hinzuweisen.
Jedoch stammt die Idee, blinde Menschen mit weißen Stöcken zu versorgen, von Guilly d'Herbement, einer französischen Aristokratin. Im November 1930 wandte sich die „Erfinderin“ mit ihrer Idee, Blinde der Region Paris mit weißen Stöcken auszustatten, an die Redaktion der Tageszeitung „echo de Paris“. Die Zeitung griff die Idee auf und am 07.02.1931 überreichte Guilly d'Herbement im Rahmen einer kleinen Feier und der Anwesenheit mehrerer Minister und Vertreter von Blindenorganisationen die ersten weißen Stöcke. Innerhalb von kurzer Zeit wurden 5.000 blinde Menschen der Region Paris glückliche Besitzer von weißen Stöcken.
Es ist sehr bedauerlich, daß nicht der 07. Februar zum Tag des weißen Stockes gewählt wurde, obwohl an diesem Tag weltweit zum ersten Mal weiße Stöcke an Blinde ausgegeben wurden, und zwar auch noch von der Schöpferin dieser Idee höchst persönlich.
Außerdem ist es bedauerlich, daß Frau d'Herbement so in Vergessenheit geraten ist, obwohl sie eine so großartige Idee entwickelt hat. Guilly d'Herbement starb 1980 im hohen Alter von 91 Jahren.
Der weiße Stock wird jedoch weltweit von blinden und auch sehbehinderten Personen als Mobilitätshilfsmittel und zur Kennzeichnung weiterhin vielfach eingesetzt.
Weiterführende Informationen:
Woche des Sehens

